Allergenbeseitigung

Mehr zum Thema in unserer Broschüre

Allergiker wissen: Eine allergenfreie Wohnung gibt es nicht. Die Allergenmenge lässt sich jedoch mit Hilfe von Allergenbarrieren und speziellen Reinigungssystemen reduzieren. In unserer neuen Broschüre stellen wir Ihnen einige wirkungsvolle Hilfsmittel vor.


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Allergene in der Wohnung reduzieren

  Allergenbeseitigung: Raus aus dem Haus

Haben sich Hausstaubmilben, Pilzsporen, Tierhaare und Pollen erst einmal eingenistet, ist es nicht leicht, sie wieder loszuwerden. Mit speziellen Saugsystemen und Wischmethoden lassen sich Allergene zumindest vorübergehend beseitigen.

Die Milbenkonzentration liegt in Räumen mit Teppich zwar höher als auf wischbaren Böden, aber Teppich bindet die Allergene stärker.

  Raumpflege

Nach dem Wohnungsputz können Allergiker aufatmen – endlich wieder sauber! Doch der Weg dorthin ist staubig. Denn gerade beim Putzen, Saugen, Wischen oder Kehren wird viel Staub aufgewirbelt. Um die Feinstaubbelastung in der Raumluft so gering wie möglich zu halten, reinigt man Möbelstücke am besten mit speziellen Anti-Staub-Tüchern. Diese Tücher ziehen den Hausstaub durch ihre elektrostatischen Kräfte "magnetisch" an und schließen ihn anschließend in ihrer patentierten wabenartigen Struktur ein. Nach dem Staubwischen wirft man das Tuch samt den Staub-Allergenen ülleimer.

Anti-Allergie-Staubsauger

Die bequemste und schnellste Methode zur Reinigung von glatten Fußbodenbelägen und Teppichen ist das Staubsaugen. Allergiker sollten jedoch herkömmliche Staubsaugermodelle meiden, da diese einen Teil der angesaugten Luft – und mit ihr feinste Staubpartikel – über den Filter und das Gehäuse wieder an die Raumluft abgeben. Ideal sind Zentralstaubsauger, bei denen die Abluft nach draußen geleitet wird. Alle Etagen sind durch ein Leitungssystem mit einem Sammelbehälter im Keller verbunden. Beim Saugen wird kein Staub aufgewirbelt. Der Einbau eines solchen Saugsystems empfiehlt sich vor allem bei Neubauten oder

Teppich- oder Hartboden?
Die Diskussion um den geeigneten Bodenbelag für Allergiker wird seit Jahren kontrovers geführt. Eine Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes und der Gesellschaft für Umwelt und Innenraumanalytik kommt zu dem Ergebnis, dass bei glatten Bodenbelägen aus Holz oder Laminat die Feinstaubbelastung in der Luft höher ist, als in Räumen mit Teppich, da mehr Staub aufgewirbelt wird.
Staubsauger mit HEPA-Filter

Alternativ dazu gibt es moderne Staubsauger, die auch für Allergikerhaushalte geeignet sind. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie auch feinste Staubpartikel zuverlässig zurückhalten. Üblicherweise sind solche Modelle mit HEPA-Filtern (HEPA = High Efficiency Particulate Air) ausgestattet. Je nach Rückhaltevermögen werden die feinen Schwebstofffilter in verschiedene Klassen eingeteilt. Filter der Klasse 11 halten beispielsweise 95 Prozent zurück. Am effektivsten sind Filter der Klasse 13, die eine Filterleistung von 99,95 Prozent aufweisen, so dass die durchschnittliche Staubkonzentration von 0,05 Milligramm Partikel pro Kubikmeter Luft nicht erhöht wird.

Staubsauger für Allergiker:
Hier kommt der Schmutz nicht mehr in die Tüte! Mit nur einem Liter Leitungswasser erhalten Sie neben einer sauberen Wohnung auch spürbar frischere Raumluft.
Staubsauger mit Wasserfilter

Doch leider ist auch das keine Garantie für staubfreies Saugen, da sogar die besten Geräte über Schwachstellen an Saugrohr, Schlauch und Gehäuse kleine Staubpartikel in die Luft pusten. Auf diese Aspekte sollte beim Kauf daher ebenso geachtet werden wie auf eine antibakterielle Beschichtung im Inneren der Staubsaugerbeutel. Diese verhindert die Vermehrung von Schimmel, Milben und Bakterien. Die größte Gefahrenquelle für Allergiker ist und bleibt allerdings das Wechseln des Staubsauger beutels bzw. das Entleeren des Staubbehälters, weil dabei besonders viel Staub aufgewirbelt wird. Eine staubfreie Reinigung von Böden, Polstern und dem Geräteinnenleben versprechen Staubsauger mit Wasserfilter. Die angesaugte Luft wird statt in einen Staubbeutel in ein Wasserbad geleitet und dabei von Staubpartikeln weitgehend gereinigt und angefeuchtet. Staub, Milben und Pollen werden im Wasser gebunden und anschließend einfach mit dem Schmutzwasser entsorgt. Ein gutes Gerät ist einfach zu bedienen, leicht zu reinigen, bietet 100 Prozent Schutz vor Pollen, verfügt über einen waschbaren HEPA 13-Filter und benötigt nicht mehr als einen Liter Wasser.

Staubsauger mit Sprühdruck-System

Als Ergänzung vor allem für die Reinigung von glatten Bodenbelägen bieten sich Staubsauger mit Sprühdrucksystem an. Die feuchte Reinigung sorgt dafür, dass beim Saugen von Parkett oder Laminat nicht unnötig Staub aufwirbelt und der Boden gleichzeitig gründlich gereinigt wird. Wer trotz Allergie nicht auf ein Haustier verzichten möchte, muss Böden und Polster häufiger und sorgfältiger reinigen als Hundehalter oder Katzenbesitzer ohne Allergie. Normale Staubsauger stoßen angesichts der vielen Haare schnell an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Abhilfe schaffen hier Staubsauger, die mit speziellen Tierhaar-Düsen ausgerüstet sind. Im Idealfall verfügt ein solcher Staubsauger ebenfalls über ein Sprühdrucksystem zur feuchten Reinigung von Teppichen, Polstern und Böden, so dass auch hartnäckiger Schmutz, der auf leisen Pfoten in die Wohnung getragen wird, entfernt werden kann.

DHA-Siegel: für mehr Lebensqualität

Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Allergiker bei der Auswahl geeigneter Produkte zu unterstützen, hat auch schon Empfehlungen für Staubsauger ausgesprochen. Zu den Geräten mit dem DHA-Logo zählen die beutellosen Staubsauger THOMAS perfect air allergy pure und perfect air animal pure, der Aqua+ Multi Clean X10 und der Aqua+ Pet & Family.

Eine Übersicht über alle geprüften Produkte finden Sie unter: www.dha-allergien.de/siegel.html


Während der Schwangerschaft und bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes sollten Sie nicht renovieren. Erst dann ist das Immunsystem des Kindes widerstandsfähig genug, um den Ausdünstungen von Farben und neuen Möbeln zu trotzen.

  Die richtigen Materialien bei der Renovierung

Holzschutzmittel in der Deckenverkleidung, Formaldehyd im Isolierschaum, giftige Weichmacher im Teppich – in unseren eigenen vier Wänden sind wir von einer Vielzahl an Schadstoffen umgeben, auch wenn Farben, Lacke und Textilien heute weniger gesundheitsschädliche Chemikalien enthalten als noch vor ein paar Jahren. Doch die Menge macht's. Und das ist leider auch der Grund, weshalb keine generelle Empfehlung für Allergiker möglich ist. Bei Hausbau und Renovierung muss im Einzelfall geklärt werden, welche Materialien geeignet sind.

Grundsätzlich sollte der Einsatz von chemisch behandelten Baumaterialien vermieden werden. Holzschutzmittel, die Pilz- und Insektengift beinhalten, haben in Innenräumen nichts zu suchen. Hier empfehlen sich Naturfarben oder schadstoffarme Anstriche, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind, sowie Wachse und Öle. Selbst Holzfußboden kommt ohne Lack und Versiegelung aus. In Heimarbeit geölte Dielenböden oder bereits geöltes Fertigparkett sind genauso widerstandsfähig, dünsten weniger Schadstoffe aus und regulieren das Raumklima besser.

Alles so schön bunt?

Achten Sie beim Kauf von Farben und Lacken stets auf die Zusammensetzung. Folgende Schadstoffe sind besonders bedenklich für die Gesundheit: Aldehyde, Ammoniak, Anilin, Benzol, Blei, Butanole, Cadmium, Citrusterpene, Methanol, Phenol, Phthalsäure, Polyurethane, Styrol, Terpene, Toluol, Xylol.

Auch wenn Teppichböden heute kaum noch Formaldehyd oder Insektizide enthalten, finden sich in vielen Wollteppichen das Mottengift Permethrin, Kunststoffe, Schwermetalle und optische Aufheller. Nicht nur Allergiker sollten deshalb unbehandelte Ware bevorzugen. Vor Mottenbefall brauchen Sie aber keine Angst zu haben – regelmäßige Pflege und Zedernholzleisten bieten sicheren Schutz.


Dicke Luft im Haus? Gerade in den ersten Wochen geben Anstrichstoffe, neue Möbel, Baumaterialien und Teppichböden chemische Dämpfe ab. Deshalb sollten Sie gut lüften.

Vom Boden an die Wand: Die Inhaltsstoffe von Farben und Tapeten sollte man sehr genau unter die Lupe nehmen. Kunstharzkleber, Kunststoffe und Konservierungsmittel, die Tapeten robuster machen, können Allergien auslösen. Papier- und Raufasertapeten sind eindeutig die bessere Wahl. In Allergikerhaushalten empfiehlt es sich, Farben und Anstriche mit Lösungsmitteln durch Naturharzlacke und wasserlösliche Dispersionsfarben zu ersetzen. Doch auch hier gilt: Bitte die Liste der Inhaltsstoffe aufmerksam lesen. Denn Natur- und Biofarben sind nicht immer die bessere Lösung, da sie teilweise allergenes Potenzial wie Terpene enthalten, die Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen hervorrufen können. Beim Neukauf von Möbeln oder Baumaterialien ist darauf zu achten, diese zwei bis vier Wochen ausdünsten zu lassen, bevor sie ihren endgültigen Platz einnehmen. Diese flüchtigen organischen Verbindungen sind in der Regel zwar nicht giftig, aber oft reizend.

Informieren Sie sich:

Übersichten über Schadstoffe in Baustoffen, Farben und Lacken, deren gesundheitliche Risiken sowie Hinweise auf Gütesiegel für schadstoffarme Produkte finden Sie im Internet unter: