Allergenbarrieren

Allergene in der Wohnung reduzieren

Trotz intensiver Forschung ist es bislang nicht möglich, die Fehlsteuerung des Immunsystems zu korrigieren und eine Allergie zu heilen. Eine frühzeitige und zielgerichtete Behandlung hilft jedoch, die Symptome in den Griff zu bekommen. Neben einer medikamentösen Therapie spielt dabei die sogenannte Allergenkarenz eine große Rolle. Damit ist das Meiden des Allergieauslösers gemeint. Allergische Symptome treten nämlich nur dann auf, wenn der Allergiker mit "seinem" Allergen in Kontakt kommt. Wer zum Beispiel an einer Allergie gegen bestimmte Tierhaare leidet, kann versuchen, den Auslösern seiner Beschwerden aus dem Weg zu gehen. Wenn dies gelingt, werden die Symptome abklingen. Bei anderen Allergien hingegen – zum Beispiel bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben oder Pollen – ist das vollständige Meiden der Auslöser jedoch kaum praktikabel. Hier hilft es, wenn man die Exposition, also die Menge der Allergene, denen man ausgesetzt ist, so gering wie möglich hält. Das kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgen.

Allergietest© Alexander Raths - stock.adobe.com

Allergietests bringen Klarheit

Wer an allergischen Symptomen leidet, solllte dies vom Allergologen abklären lassen. Unbehandelt können die Beschwerden stärker oder chronisch werden. Aus Heuschnupfen kann sich Asthma entwickeln.

Beim Pricktest tropft der Arzt allergenhaltige Lösungen auf die Haut, die anschließend leicht angeritzt wird. Zeigt sich eine Hautreaktion, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Allergie vor.

Allergenbarrieren: Zutritt verboten

Eine Methode, die Allergenbelastung in Haus und Wohnung gering zu halten, besteht darin, mechanische Barrieren zu schaffen. Das Prinzip ist einfach: Allergene werden von vornherein daran gehindert, in den Wohnbereich zu gelangen.

Milbendichte Überzüge

Um die hohe Belastung durch Hausstaub-Allergene im Schlafbereich zu senken, sind milbendichte Bezüge für Matratzen, Kopfkissen und Oberbetten, sogenannte Encasings, eine wirkungsvolle Methode. Die Überzüge verhindern, dass die Allergene aus Matratze und Bettwäsche in die Atemluft gelangen und allergische Beschwerden auslösen. Gleichzeitig werden die Hausstaubmilben von der notwendigen Nahrungszufuhr (v. a. Hautschuppen) abgeschnitten und können sich nicht mehr vermehren.

Encasings© StockPhotoPro - stock.adobe.com

Durchschlafen

Milbendichte Überzüge sorgen bei Hausstaub- Allergikern für eine beschwerdefreie Nachtruhe. Die Encasings werden, bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung, von vielen Krankenkassen bezuschusst.

Die Encasing-Bezüge sind in Apotheken, Sanitätshäusern oder im Direktversand erhältlich. Beim Kauf sollte man allerdings darauf achten, dass bestimmte Qualitätskriterien erfüllt sind. Wichtig ist, dass die Überzüge die Matratze von allen Seiten hermetisch umschließen und nicht die Unterseite freilassen. Außerdem sollten sie waschbar sein und trotzdem ihre Eigenschaften der Milbendichtigkeit behalten. Bei nachgewiesener Hausstaub-Allergie übernehmen viele Krankenkassen zumindest einen Teil der Kosten für das Encasing der Matratzen, während andere eine Kostenerstattung prinzipiell ablehnen. Da es keine einheitliche Regelung gibt, sollten Sie bei Ihrer Versicherung nachfragen.

Pollenschutzgitter

Für die häufigsten Allergene der Außenluft sind sogenannte Pollenschutzgitter eine wirkungsvolle Maßnahme. Sie sollen verhindern, dass Blütenpollen durch offene Fenster und Türen in Haus und Wohnung transportiert werden. Wissenschaftlichen Studien zufolge wird das Eindringen von Pollen in den dahinter liegenden Raum durch ein solches Gitter im Durchschnitt um 90 Prozent verringert. Da das Ausmaß der allergischen Beschwerden vor allem von der Menge der freigesetzten Allergene abhängt, profitieren Pollen-Allergiker gerade an Tagen mit massivem Pollenflug in hohem Maße von der Pollenschutzvorrichtung.

Das Pollenschutzgitter lässt sich auf eine beliebige Größe zuschneiden und am Fensterrahmen befestigen. Konsequent eingesetzt, können Patienten ihre gesamte Wohnung damit zur pollenfreien Zone machen.

Pollenschutzgitter© bildlove - stock.adobe.com

Drinnen keine Pollen

Pollenschutzgitter verhindern, dass Pollen durch offene Fenster und Türen in die Wohnung eindringen. So können Sie endlich wieder zu jeder Tageszeit lüften und nachts sogar bei offenem Fenster schlafen.

Aktuelle Pressemeldung

Allergene in der Wohnung reduzieren

Pollenflug im Sommer bis in den Herbst hinein

Bonn, 20.07.20 Selbst zur Mitte des Sommers ist die kritische Zeit für Allergiker noch lange nicht vorbei. Der Pollenflug nimmt zwar deutlich ab, ist aber damit nicht aus der Welt. Momentan machen insbesondere die Gräser den Allergikern das Leben schwer. Die aus den USA importierte Ambrosia, auch Traubenkraut genannt, stellt zu ihrer Blütezeit ab August einen weiteren Auslöser für Heuschnupfen dar. Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen gilt die Regel, Pollen so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Dazu gehört, auch die eigene Wohnung als erholsamen Rückzugsort möglichst allergenfrei zu halten. Die wichtigsten Maßnahmen und Verhaltensregeln zur Allergenvermeidung hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in der aktualisierten Broschüre „Allergene in der Wohnung reduzieren“ zusammengestellt. Umfassende Hintergrundinformationen sowie praktische Tipps findet man auf der neuen Internetseite www.dha-allergene-reduzieren.de

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